Andreas Ganter:FriDA: Frühintervention bei Drogenmissbrauch in der Adoleszenz. Ein Update

Das FriDA-Manual basiert auf der evidenzbasierten Multidimensionalen Familientherapie. Seit 2019 wurde FriDA als Frühinterventionsprojekt im Land Berlin entwickelt. Ab 2021 erfolgte die bundesweite Implementierung in 72 Beratungsstellen.
Das Beratungsangebot richtet sich an Jugendliche, die Drogen konsumieren, sowie an ihre Angehörigen. Es ermöglicht, betroffene Familien frühzeitig zu erreichen – auch ohne eine gerichtliche oder behördliche Auflage.
Ein zentraler Wirkfaktor ist die aktive Einbindung und Motivation der Eltern. Sie werden nicht nur als Unterstützende verstanden, sondern als wichtige Partnerinnen und Partner im Beratungsprozess.
Vor dem Hintergrund des Cannabisgesetzes und einer rückläufigen Beratungsnachfrage bei Minderjährigen gewinnt dieser Ansatz zusätzlich an Bedeutung. Durch eine bessere Vernetzung im Hilfesystem, niedrigschwellige Zugänge und den konsequenten Einbezug der Eltern kann FriDA dazu beitragen, Jugendliche und ihre Familien frühzeitig zu unterstützen.
Die Veranstaltung zeigt, wie FriDA Jugendliche mit Drogenkonsum und ihre Familien frühzeitig erreicht, Eltern aktiv in die Beratung einbindet und die Zusammenarbeit im Hilfesystem stärkt.